Forschende aus Ulm und Jena im DFG-Sonderforschungsbereichs TRR 234, CataLight, haben ein neues Polymer entwickelt, das Solarenergie speichern und später gezielt zur Wasserstofferzeugung nutzen kann. Das wasserlösliche Copolymer enthält sogenannte Viologen-Einheiten, die Elektronen aus Sonnenlicht aufnehmen und über längere Zeit stabil speichern können. Wird die Lösung anschließend angesäuert und ein geeigneter Katalysator hinzugegeben, lässt sich die in Form von elektrischer Ladung gespeicherte Energie anschießend reversibel zur Wasserstofferzeugung nutzen.
In den Experimenten konnten mit Platin-Nanopartikeln als Katalysator bis zu 72 % der gespeicherten Energie in Wasserstoff umgewandelt werden. Durch Neutralisierung der Lösung lässt sich das System wieder in den Ausgangszustand versetzen und erneut mit Sonnenlicht aufladen. Auch wenn der Ansatz bisher noch auf Laborversuchen basiert und für eine industrielle Nutzung weiterentwickelt werden muss, zeigt er ein vielversprechendes Konzept, um erneuerbare Energie zeitlich von der Wasserstoffproduktion zu entkoppeln und so eine stabilere Energieversorgung zu ermöglichen.
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