Vom 5. bis 7. Oktober kamen fast 170 internationale Forschende nach Jena, um an den Organic Battery Days 2026 (OBD2026) teilzunehmen, die von der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU Jena) in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Institut HIPOLE Jena veranstaltet wurden. Seit 2017 bringt diese Konferenz führende Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus dem Bereich der metallfreien Batterien zusammen, die organische und polymere Aktivmaterialien zur elektrochemischen Energiespeicherung verwenden. Nachdem die letzten Konferenzen in Japan, Spanien, Südkorea und Australien stattfanden, machte die Konferenz in diesem Jahr Halt in Deutschland – genauer gesagt in Jena.
Die Veranstaltung wurde vom Präsidenten der FSU Jena, Prof. Dr. Andreas Marx, und dem Gastgeber der Konferenz, Prof. Dr. Ulrich S. Schubert, eröffnet, die eine Rekordzahl an Teilnehmenden aus 18 Nationen begrüßten. Das wissenschaftliche Programm umfasste Themen rund um Materialdesign und -synthese, Zellkonzepte, Nachhaltigkeit, Modellierung und Transfer. Sowohl junge als auch renommierte Forschende präsentierten ihre Arbeiten in 45 Vorträgen und auf 85 Posterbeiträgen. Darüber hinaus bot die Konferenz eine Breakout-Session mit Beiträgen aus dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Schwerpunktprogramm SPP2248 („Polymerbasierte Batterien“). Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) gab Einblicke in moderne Charakterisierungsmöglichkeiten, darunter den Einsatz des Synchrotrons BESSY II. Ergänzt wurde das Programm durch einen Workshop von HIPOLE Jena zu Modellierungs-, Simulations- und Charakterisierungsansätzen sowie durch Laborführungen bei HIPOLE Jena und am Zentrum für Energie- und Umweltchemie Jena (CEEC Jena) der FSU Jena.
Die Teilnehmenden nutzten zahlreiche Gelegenheiten zum Netzwerken und zum persönlichen Austausch und stärkten damit die internationale Zusammenarbeit auf dem wachsenden Gebiet der organischen Batterien.
Die OBD2026 fand zudem in einer besonderen Woche für die Friedrich-Schiller-Universität Jena statt: Am 2. Oktober 2026 wurde die Universität im Rahmen der deutschen Exzellenzstrategie als eine von drei neuen Exzellenzuniversitäten ausgewählt. Die Auszeichnung unterstrich die Bedeutung des Wissenschaftsstandorts Jena und gab der Konferenzwoche einen zusätzlichen Anlass zur Freude.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitwirkenden dafür, dass sie die OBD2026 zu einer erfolgreichen und inspirierenden Veranstaltung gemacht haben.